Dienstag, 28. April 2009

Mich gibts noch...

Mich gibt es noch, aber ich bin derzeit dabei einiges gleichzeitig fertig zu bekommen. Leider kann ich die Sachen auch noch nicht zeigen. Wird noch bis zum Wochenende dauern. Glücklicherweise haben wir diese Woche ja einen Tag gewonnen. Durch den praktischen Feiertag!!! :O) Noch eine schöne Woche!
Habe heute auch erfahren, dass meine heiß ersehnte BIA unterwegs ist. Kann es morgen glaub ich gar nicht erwarten von der Arbeit nach Hause zu kommen...

Donnerstag, 23. April 2009

Stempeln gegangen...

Habe heute den ganzen Abend gestempelt. Denn ich habe heute noch die letzten beiden Stempel montiert.

Hier ein Teil meiner abendlichen Beschäftigung...



Also wer tauschen will... Ich hätte da ein paar Abdrücke. :O)

Die neuen Stempel und natürlich auch die, die ich bis jetzt schon habe findet Ihr unter shortyroses stempel

Mittwoch, 22. April 2009

Neue Stempel

Ich habe mal zugeschlagen. Bei funkykits mußte ich einfach zuschlagen. Besonders die Gorjuss Girls haben es mir angetan!!! (fällt gar nicht auf *grins*)



Bin gerade dabei diese auf EZ-Mount zu montieren. Stelle mich nach der folgenden Anleitung von Gabi (aus dem Stempelhühner-Forum) auch gar nicht mal so blöd an glaube ich *flöt*: "... wie richtig montieren?"

Noch streichel ich die Stempel ein wenig, aber demnächst werden sie auch mal ausprobiert. Brenne schon darauf!!! :O)

Donnerstag, 16. April 2009

Sweets - Schachteln

Da ich heute zu meinen Eltern fahre und die Osterkörbchen ja nicht mehr so passend sind, habe ich aus einem Buch, dass ich mir neulich gekauft habe die Schachteln gebastelt.

Zuerst waren sie ein wenig nackig...





Also habe ich sie kurzerhand ein wenig aufgehübscht... :O)



Hoffe sie gefallen Euch??? Über einen Kommentar würde ich mich freuen!

Montag, 13. April 2009

Notizbüchlein mit Sarah Kay-Motiv

Ich habe mich mal wieder in letzter Sekunde dazu entschlossen noch ein Geschenk zu Ostern zu basteln, da die jetzige Inhaberin keine Süßigkeiten essen kann.

Hier das Cover:



Das Innenleben mit Kalender und Stift (der Block ist übrigens austauschbar):



Die Rückseite des Notizbüchleins:



Das Büchlein ist aus Graupappe, die ich mit Scrappapier überzogen habe. Innen habe ich einfach passendes Briefpapier als Überzug genutzt. Das Blöckchen habe ich einfach in die Ribbonschlinge eingehängt. Daher kann dieses ohne Probleme ausgetauscht werden, wenn der Block einmal aufgebraucht ist.

Ich hoffe, es gefällt Euch??? Es hat riesigen Spaß gemacht das Büchlein zu basteln, es werden wohl noch einige folgen...

Über einen Kommentar würde ich mich natürlich freuen!!! ;O)

Freitag, 10. April 2009

Der Brief... (Kurzkrimi) 3. Teil

Und hier der letzte Teil des Krimis...

Wünsche spannende Unterhaltung :O)

Der Brief... (Kurzkrimi) 3. Teil

An einem ruhigen Platz am Ufer zog sie den Anzug an. Das Funkgerät hatte sie sehr leise eingestellt.
Was tat sie hier eigentlich? Sie sollte gleich zur Polizei gehen. Ihr wurde ein wenig schwindelig bei dem Gedanken, dass sie vielleicht erwischt wurde. Doch dieses Gefühl schob sie ganz weit von sich. Daran durfte sie jetzt nicht denken. Schließlich ging es hier um ihre allerbeste Freundin. Sie würde ihren inneren Schweinehund besiegen. Sie ging ins Wasser. Es war zwar Sommer, aber sie sog trotzdem die Luft stark ein, als sie in das kalte Wasser stieg. Sie dachte an den Typ vom Verleih, der ihr zu dem Anzug geraten hatte. Er hatte recht gehabt, es war wirklich kalt.
Mit kraftvollen Zügen schwamm sie auf das Schiff zu. Als sie näher kam, wurde sie leiser. Sie versuchte jeden noch so kleinen Spritzer zu vermeiden. An Land hatte sie sehen können, das die Wachen nicht über das ganze Boot liefen. Beim Heck des Schiffes hatte sie niemanden entdecken können. Dort war es bestimmt möglich an Bord zu gehen. Sie konnte auch beobachten, dass obwohl es nun schon dunkel war, nicht mehr so viele Wachen auf der Yacht herumliefen. Sie hatte zwar keinen Plan, wie sie Marie finden sollte, aber sie würde sie finden, egal wie. Beim Schiff angekommen, kletterte sie über die Planken an Bord. Dies hatte sie nun geschafft. Sie hatte das Gefühl das selbst ihr Atem einfach zu laut war. Sie hoffte, dass Marie nicht unter Deck in einem Raum festgehalten wurde. Sie ging auf ein Fenster zu, welches erleuchtet war. Dort konnte sie einige der zwielichtigen Gestalten sehen, die sie meinte heute Nachmittag mit dem Fernglas beobachtet zu haben. Sie spielten Karten. Wohl zum Zeitvertreib. Sie konnte Marie dort aber nicht sehen. Sie ging ein wenig weiter um auch noch die anderen Fenster in Augenschein nehmen zu können. Da hörte sie über sich einige Stimmen. Sie konnte nicht sehen, wer es war, aber sie konnte hören, was sich die Stimmen zu sagen hatten und das war ein Volltreffer.
„Was ist jetzt eigentlich mit dem Mädchen, was wir am Montag erwischt haben. Hat der Boss irgendetwas gesagt?“
„Nein“, war die Antwort. „Ich glaube, wir nehmen sie mit, wenn wir morgen in Richtung China auslaufen. Was dort mit ihr passiert, dass will ich dann lieben nicht wissen.“
„Was mit der Alten vom Boss passiert will ich aber auch lieber nicht wissen.“
Beide entfernten sich lachend.
Stella lief ein kalter Schauder den Rücken herunter. Sie wollte jetzt auch lieber nicht mehr wissen, was mit ihr geschah, wenn man sie erwischen würde. Dies durfte einfach nicht passieren. Sie ging weiter und fand ein weiteres Fenster, das erhellt war. Hier handelte es sich wohl um ein Lager. Sie schaute auf die Uhr. Sie nahm ihr Funkgerät und flüsterte leise den Namen von Herrn Siebert. Es kam ein Wispern zurück. Sie gab ihm den Auftrag, so schnell wie möglich bei der Polizei anzurufen und ein Trupp auf das Schiff zu schicken. Herr Siebert teilte ihr mit, dass er das schon vor einer Stunde getan hatte und das ihm der Polizist zugesagt hatte, dass er sich sofort darum kümmern würde.
In dem Moment hörte Stella Schritte. Sie zog sich hinter ein Rettungsboot zurück und kauerte sich zusammen. Das Funkgerät schaltete sie aus. Ihr Herz setzte fast aus, als sie die Schritte fast neben sich hören konnte. Dann war es still. Sie hielt den Atem an und lauschte. Sie konnte das anzünden eines Streichholzes vernehmen. Dann wurde ihr diese fast direkt vor die Füße geworfen. Stella konnte gerade noch einen Aufschrei unterdrücken. Die Schritte entfernten sich wieder. Stella erhob sich vorsichtig und konnte die Umrisse einer Person sehen, die sich in Richtung Bug entfernte.
Nun wurde sie aber wieder auf das Lager aufmerksam, dass sie vorhin gesehen hatte. Dort hörte sie ein Wimmern oder war es ein unterdrücktes Schluchzen? Sie ging nochmals auf das Fenster zu und konnte eine Bewegung ausmachen. Sie traute ihren Augen kaum. Die konnte Marie und eine andere Frau sehen, die sie als die Frau von Herrn Santiago erkannte. Beide waren an Händen und Füßen gefesselt und geknebelt. Stella hob die Hand und klopfte vorsichtig an das Fenster. Marie hob sofort den Kopf. Sie schaute hinüber und erkannte Stella wohl, denn sie nickte.
Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Stella konnte sich gerade noch in den Schatten des Rettungsbootes retten. Als ein riesiger Scheinwerfer die Yacht erhellte. Sie hörte einen Hubschrauber und auch mehrere Motorboote. Die Polizei kam an Bord und stellte den Eigentümer, der nun aus dem Schlaf gerissen worden war zur Rede. Stella hörte in ihrem Versteck jedes Wort. Herr Santiago war erbost zu hören, was ihm vorgeworfen wurde. Er wollte gerade ansetzen seinen Gegenüber zusammen zu stauchen, da platzte Stella der Kragen. Sie kam aus ihrem Versteck hervor und ging auf Herrn Mayer zu.
„Herr Hauptkommissar, kommen bitte hier herüber. Marie und Frau Santiago sind hier.“
Der Angesprochene und Herr Santiago schauten verdutzt. Der Polizist ging auf Stella zu und öffnete die Tür. Dort konnte er Marie und Frau Santiago befreien. Herr Santiago versuchte sich derweil mit seinem Anwalt in Verbindung zu setzen.
Stella und Marie schlossen sich in die Arme. Stella lächelte erleichtert: „Ich habe deinen Brief erhalten...!“

Ich habe noch eine weitere Geschichte - auch ein Krimi.

Würde mich sehr freuen, zu lesen, wie Euch der Krimi gefallen hat!!!

Ostergrüße - Osterkörbchen

Ich habe mich mal an ein paar Osterkörbchen versucht. Am Sonntag sind wir zum Mittagessen eingeladen und ich wollte nicht, dass wir ohne etwas "runter" gehen.



Ist aber schon arg schwierig, wenn man es seit Aschermittwoch ohne Süßigkeiten ausgehalten hat. Wenn dann da die ganzen Osterleckereien vor einem stehen und die auch noch verteilt werden wollen... :O( Ab Ostern mag ich dann ja wieder. Mache ja wieder mehr Sport... :O)

Hoffe Euch gefallen die Körbchen? Danke fürs schauen...
Über Kommentare würde ich mich freuen!!!

Montag, 6. April 2009

Der Brief... (Kurzkrimi) 2. Teil

Hier kommt der zweite Teil...

Der Brief... (Kurzkrimi) 2. Teil

Dort stand: „Wenn Du diesen Brief erhältst ist bei meinem laufenden Fall etwas schief gegangen. Ich wollte eigentlich nicht, dass Du diesen Brief bekommst, aber es ließ sich leider nicht verhindern. Die Yacht die du auf der Vorderseite erkennen kannst, wollte ich mir am Montagmittag anschauen. Ich hatte gehört, sie soll dann ohne Personal im Hafen vor Anker liegen.
Hier soll der Ehemann meiner Mandantin - Du hast bestimmt schon gesehen, wen ich meine - mit seiner Mätresse sein Quartier bezogen haben. Ich will mich dort einfach mal ein wenig umsehen, ob ich ein paar Indizien finden kann. Leider konnte ich bis jetzt noch keinen Anhaltspunkt finden, ob er wirklich eine Gespielin hat oder nicht. Wie Du weißt, ist dass was ich vor habe ziemlich gefährlich. Bitte hilf mir!“
Stella schaute von dem Geschriebenen auf und musste erst einmal die Gedanken und den Puls ordnen, der zu rasen begonnen hatte. Sicher war das gefährlich. Marie war doch sonst immer so umsichtig. Warum hatte sie ihr nichts gesagt? Sie hätten sich zu zweit an die Lösung des Problems begeben. Sie war einfach völlig verrückt! Wie konnte sie nur auf solche Ideen kommen? Da half es auch nicht, dass sie sich mit diesem Foto und dem Schreiben an Stella wandte. Himmel, fuhr es Stella durch den Kopf, was konnte bis jetzt schon alles passiert sein? Sie konnte und wollte sich dies einfach nicht vorstellen.
Stella überlegte nun einen Augenblick, was zu tun sei. Sie nahm das Foto und ihre Autoschlüssel an sich und ging zum Auto. Als sie beim Hafen angekommen war, lief sie gleich zu dem Teil, in dem die Yachten vor Anker lagen. Der Teil des Hafens war leider nicht gerade sehr klein. Sie würde Hilfe brauchen. Nach einigem Suchen entdeckte sie die Person nach der sie Ausschau gehalten hatte, den Hafenwärter. Dieser saß gemütlich auf einem großen Stein direkt am Wasser und schnitzte an einem Stück Holz. Hin und wieder griff er neben sich und sprach in sein Funkgerät. Stella ging auf ihn zu und fragte: „Kennen sie eigentlich alle Yachten, die im Hafen vor Anker liegen?“
„War das jetzt eine ernste Frage?“ wollte der Angesprochene sichtlich gekränkt wissen.
Stella zog das Foto aus ihrer Jackentasche.
„Können sie mir sagen, wo ich diese Yacht finden kann?“ wollte sie wissen.
Die fast nicht merkliche Veränderung im Gesicht des Hafenwärters hatte Stella doch gesehen. Er schaute besorgt und etwas ängstlich.
„Ich glaube, dazu kann ich ihnen keine Auskunft geben.“ Er stand auf und kehrte ihr den Rücken, während er auf den Container zuging, wo wohl sein Büro war. Stella ließ nicht locker.
„Bitte, sie müssen mir helfen. Es geht um meine Freundin. Ich weiß, dass dies die Yacht, von Herrn Santiago ist. Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass sie nichts mit dieser Person zu tun haben wollen, aber meine Freundin ist in ernsthaften Schwierigkeiten. Wir sind Privatdetektivinnen und sie ist gerade mit einem Fall beschäftigt.“
Der Hafenwärter kam ins Grübeln. Er hatte vor ein paar Tagen einem Mädchen in dem Alter der netten jungen Dame, die jetzt vor ihm stand weiter geholfen.
„Kann es ein, dass ihre Freundin am Montagnachmittag ein Treffen mit Herrn Santiago auf dem Boot hatte? Heißt ihre Freundin vielleicht Marie?“
„Ja das ist sie!“ Stella war völlig ungeduldig. Konnte dieser Typ ihr nicht endlich sagen, wo diese blöde Yacht war?
„Die Yacht ankert ein wenig weiter draußen“, er gab ihr ein Fernglas und zeigte Richtung Horizont. „Schauen sie dort drüben, da ist die Yacht. Sie soll aber wohl morgen ablegen. So um die Mittagszeit. Mehr kann ich ihnen leider auch nicht sagen.“
Stella schaute durch das Fernglas auf den Punkt, den der Hafenwärter ihr gezeigt hatte. Das Schiff hatte auf dem Foto so klein ausgesehen. Es hatte aber ein beträchtliches Ausmaß. Stella konnte einige Personen erkennen, die auf dem Boot auf und ab gingen. Wie sollte sie nur unbemerkt auf die Yacht kommen? Kein Wunder, dass Marie aufgeflogen war. Sie war einfach so blauäugig gewesen. Anders konnte Stella sich das nicht erklären. Sie wollte jetzt erst einmal die Bewegungen dort drüben auf dem Schiff beobachten. Sie erklärte dem Hafenwärter die Geschichte, die sich zugetragen hatte. Das Marie verschwunden war und das dies wohl im direkten Zusammenhang mit Herrn Santiago stand. Der Hafenwärter, Herr Siebert, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das hätte er der kleinen Person von Montagnachmittag gar nicht zugetraut. Auf die Idee wäre er allerdings auch nicht bei der Dame gekommen, die jetzt gerade in diesem Moment vor ihm stand.
Stella erklärte ihm, dass sie sich das Geschehen dort drüben erst einmal ansehen wollte. Herr Siebert konnte ihr leider keine Angaben machen, um wie viele Personen es sich nun tatsächlich auf dem Schiff handelte. Denn er wusste ja nicht, ob schon alle Personen mal an Land gewesen waren. Seiner Meinung nach waren es mindestens acht.
Sie schaute sich aus mehreren Perspektiven das Geschehen auf dem Schiff an.
Um sechs Uhr abends ging sie dann zu einem Verleih, der „alles für den Taucher“ hatte. Dies sagte jedenfalls das Schild aus, dass sie an der Tür erkennen konnte. Sie ließ sich einen Taucheranzug geben und eine Wasserfeste Tasche, in der sie das Funkgerät unterbringen konnte, dass ihr der Hafenwärter vorsichtshalber mitgegeben hatte. Sie hatte ihm gesagt, dass er um etwa zehn die Spezialtruppe der Polizei alarmieren sollte. Sie hatte ihm den Namen von Herrn Mayer, dem Hauptkommissar, gegeben. Dieser würde Bescheid wissen, wenn Stella ihn nicht persönlich verlangte, dann war sie in Gefahr und er würde auf Herrn Siebert hören.

(Der letzte Teil folgt in den nächsten Tagen... Ein bisschen spannend muss ich es ja schon machen... ;O) )

Wie immer gilt: Kommentare sind erwünscht!

Freitag, 3. April 2009

Achtung Blogcandy!!!! :O)

Hier hat artfrog ein tolles Blogcandy für Euch. Was wird gefeiert? Sie feiert Ihren 10.000 Klick. Der helle Wahnsinn... (Vielleicht komme ich ja auch mal so weit???) ;O)
Wünsche allen viel Glück!

Donnerstag, 2. April 2009

Der Brief... (Kurzkrimi) 1. Teil

Hier der erste von drei Teilen meines ersten Kurzkrimis. Hoffe er gefällt Euch.

Habe nichts gegen Kommentare... :O)

Und los gehts...

Der Brief... (1. Teil)

Marie war jetzt schon zwei Tage verschwunden. Ihre Freundin und Kollegin Stella wurde fast verrückt vor Sorge. In ihrem Beruf war es zwar normal, dass Marie und Stella gelegentlich abtauchen mussten, aber Marie hatte dies nie getan ohne Stella zu sagen, wo sie zu finden war.
Ihr Beruf war sowieso alles andere als ein normales Leben. Marie und Stella gehörte eine Detektei. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Polizei die Geschichte noch nicht für ominös hielt. Der Hauptkommissar Herr Mayer, hatte Stella nur vertröstet. Er hatte ihr erklärt, es sei schließlich Maries Beruf Verbrechen Inkognito hinterher zu jagen. Stella hätte dies alles bestimmt nicht beruhigt, wenn sie sich nicht solche Sorgen machen würde. Sie hatte seit zwei Tagen nichts von Marie gehört und das sah dieser überhaupt nicht ähnlich. Sie musste wohl die Nachforschungen auf eigene Faust anstellen.
Als sie vom Polizeirevier zurück kam, leerte sie im Vorbeigehen den Briefkasten der Detektei. Einige Rechnungen, zwei Briefe mit Absendern von Ämtern an die sie Anfragen wegen eines Falls gesendet hatte und einen Brief ohne Absender, fischte sie aus dem Briefkasten. Eine sehr magere Ausbeute. Sie legte die Briefe zur Seite. Erst einmal brauchte sie einen starken Kaffee. Nachdem sie sich eine duftende Tasse Kaffee eingeschenkt hatte, überlegte sie, was sie jetzt als Erstes unternehmen wollte. Wenn die Polizei schon nichts veranlassen wollte Marie zu finden, dann würde sie jedenfalls nicht tatenlos rumsitzen und die Zeit verschwenden, dachte Stella aus Trotz und Überzeugung. Es musste etwas passiert sein. Marie hatte ihr immer gesagt, wo sie zu finden war, wenn diese wegen eines Falls untertauchen musste. Auch wenn sie ihr nicht immer genau sagte, wo sie war, teilte sie ihr zumindest mit, dass sie zum Beispiel für ein paar Tage nicht zu erreichen sei. Es war einfach nur äußerst merkwürdig. Diese Art sah Marie einfach nicht ähnlich. Der Fall mit dem sie zurzeit beschäftigt war konnte warten, hatte Stella beschlossen.
Marie war an einem Fall bei dem es wieder einmal um so eine snobische Ehefrau ging, die ihren reichen Ehemann inflagranti erwischt haben wollte, da sie diesen nicht mehr ertragen konnte. Sie wollte
einfach nur ein paar Millionen einklagen und dann ein ruhiges Leben in Saus und Braus unter der südlichen Sonne.
Wie sollte sie nun anfangen? Sie war zwar schon seit zehn Jahren im Geschäft, aber der Verlust von Marie vernebelte ihr die Sinne.
„Denk nach, Stella, denk nach.“
Sie kam zu dem Entschluss, sich erst einmal die Unterlagen anzusehen.
Sie ging in Maries Büro. Dieses war penibel aufgeräumt. Wie immer, überlegte Stella wehmütig. Marie war die rational denkende der Beiden. Wo konnte sie nur sein? Sie ging an den Aktenschrank und zog sich die Unterlagen heraus. Sie hatten nicht viel darüber gesprochen. Schließlich war so ein Fall ja schon Routine. Sie hatten sich innerhalb von zwei Jahren einen sehr großen Namen gemacht und so kamen hauptsächlich die „Reichen und Schönen“ zu ihnen. Na gut, der Fall war schon ein wenig anders als die Anderen, musste Stella sich eingestehen. Es handelte sich dieses Mal um sehr viel mehr Geld, als bei anderen vergleichbaren Fällen. Sie klappte die Mappe auf und ihr fielen schon fast einige Fotos entgegen. Auf den Fotos sah sie das Gesicht eines Mannes, den sie dort bestimmt nicht erwartet hätte. Der Mann war ein berühmter Waffenhändler. Sie überlegte angestrengt. Sie hatte sich noch gar nicht so sehr über den Fall unterhalten und Marie hatte auch ihr gegenüber den Namen nicht erwähnt. Stella fand die Tatsache, dass sie diesen Menschen dort auf dem Bild sah, doch sehr beunruhigend. Die Polizei hatte zwar auch schon nachgefragt, an welchem Fall Marie gearbeitet hatte, aber darüber hatte Stella keine Auskunft geben können.
Erstens, weil sie es zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht gewusst hatte und zweitens war dies ihr oberstes Gebot. Gegenüber Dritten müssten sie verschwiegen sein. Ansonsten hätte sie es jedenfalls bestimmt nicht so weit gebracht. Sie beschloss mit den Unterlagen unter dem Arm Heim zu fahren. Sie wollte sich die Unterlagen in Ruhe anschauen. Sie schloss den Schrank ab. Aus ihrem Büro holte sie dann nur noch ihre Jacke und die Autoschlüssel und fuhr nach Hause.
Zu Hause angekommen ging sie gleich in ihr Arbeitszimmer. Sie nahm die Unterlagen aus der Mappe und legte sie vor sich auf den Tisch. Auf den Fotos war Herr Santiago zu sehen. Sie waren wohl bei einem Bankett aufgenommen worden. Er trug einen Smoking. Auf einigen Fotos war auch seine zierliche Frau zu sehen. Sie trug ein Abendkleid. Ferner konnte sie noch einige andere Personen ausmachen, die sie auch nicht gerade beruhigten. Manche Fotos waren ein wenig unscharf. Marie war wohl auch auf dem Bankett gewesen. Stella grübelte. Wann hatte Ihre Freundin noch dieses Abendkleid bestellt? Sie war zufällig am Büro vorbei gekommen, als Marie den Verleih-Service angerufen hatte. Dort mussten sie oft solche Kleidung bestellen. Stella hasste diese Aufzüge. Sie kam sich dann irgendwie immer ziemlich affektiert vor. Sie schaute in ihrer Agenda nach der Nummer des Service und rief dort an. Ihr wurde mitgeteilt, dass Marie sich das Kleid für den Freitag vergangener Woche bestellt hatte und dieses auch gleich am Montagmorgen wieder zurück gebracht hatte. Seit Montag war Marie aber weder im Büro noch zu Hause gewesen. Stella hatte am späten Nachmittag bei Marie zu Hause angerufen, weil sie abends ins Kino wollten. Nachdem sich dort nur der Anrufbeantworter meldete, hatte sie es auf dem Handy versucht, doch auch da ging sie nicht dran. Zuerst hatte Stella sich nichts dabei gedacht, aber als sie sie um 23 Uhr immer noch nicht erreichen konnte wurde sie von Stunde zu Stunde unruhiger. Sie hatten sich für acht Uhr abends vor dem Kino verabredet. Stella war auch dort gewesen, aber Marie nicht. Sie war eine Stunde dort geblieben, und hatte gewartet, bis sie aufgab und nach Hause fuhr. Nachts tigerte sie durch ihre Wohnung und konnte nicht schlafen. Heute Morgen war sie dann gleich zu Maries Wohnung gefahren und hatte Sturm geklingelt. Bis auf die neugierige Nachbarin Frau Schmied war aber niemand da. Stella fragte sie, wann sie Marie zum letzten Mal gesehen hatte. Sie hatte dies schweren Herzens getan, da sie wusste wie geschwätzig die alte Dame war. Aber was blieb ihr anderes übrig? Frau Schmied erzählte ihr, dass sie nur gehört hätte, wie Marie früh morgens um sieben das Haus verlassen hatte. Mehr konnte sie nicht besteuern. Aber die neugierige Frage, was mit ihrer jungen Nachbarin wäre, konnte sie sich nicht verkneifen. Stella schaute sie eindringlich an und erklärte ihr, dass sie beiden Meinungsverschiedenheiten gehabt hatten und sie sich bei Marie entschuldigen wollte. Sollte die Alte doch denken, was sie wollte. Hauptsache sie machte nicht gerade die Presse auf die Situation aufmerksam. Das fehlte ihr noch. Die Dame würde für ein Foto in der Presse bestimmt alles tun.
Jetzt saß sie im Büro und grübelte wieder. Ihr fielen die Briefe vom Vortag ein. Sie nahm sie in die Hand. Der Brief ohne Absender war ihr gestern gar nicht so aufgefallen. Sie drehte und wendete ihn. Die Schrift der Adresse war wohl gedruckt worden. Sie sah jedenfalls sehr nach einer Computerschrift aus. Im Briefumschlag war wohl eine Karte oder ein Foto, jedenfalls fühlte er sich ein wenig steif an. Sie nahm den Brieföffner, der vor ihr auf dem Tisch lag und öffnete den Brief vorsichtig. Zum Vorschein kam tatsächlich ein Foto. Dort war eine weiße Yacht zu erkennen. Auf der Rückseite des Fotos war zum Entsetzten von Stella Maries Handschrift zu lesen.

(Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen!) :O)